Kontrollverlust: Chaos im Frankenberger Park

Kontrollverlust: Chaos im Frankenberger Park

Lärm bis tief in die Nacht, Drogenhandel und vermüllte Flächen – dem Frankenberger Park droht ein Abstieg zum Kriminalitätsbrennpunkt. Seit längerem laufen Beschwerden bei der Verwaltung ein, doch diese zeigt sich dem Problem nicht gewachsen. Jetzt gehen Anwohner an die Öffentlichkeit, um für Sicherheit und Ordnung am Frankenberger Park zu kämpfen. Die Allianz für Aachen reicht dazu eine Anfrage ein und prüft weitere Vorgehensweise.

Park mit Geschichte und Tourismusnähe

Es sind nur 20 Minuten zu Fuß oder 1,6 Kilometer vom Aachener Dom, dem Haupttourismusmagneten der Stadt Aachen, bis zum Frankenberger Park, welcher die Burg Frankenberg säumt, die seit dem 14. Jahrhundert urkundliche Erwähnung findet. Doch die schöne Grünanlage lädt derzeit nicht unbedingt zum Flanieren und Erholen ein. Das ehemals als besonders lebenswert bevorzugte Frankenberger Viertel mit seinen denkmalgeschützten, schönen Bürgerhäusern, einer eigenen Burg und einem Erholungspark im Herzen Aachens ist in Verruf geraten.

Anwohner: „Die Zustände sind eine einzige Katastrophe.“

Alkoholisierte Pöbeleien, Müll und Unrat verschrecken Anwohner und Gäste. Ruhestörungen bis tief in die Nacht. Wildes Urinieren – auch vor Kindern – ist an der Tagesordnung. Zerbrochenes Glas wird für spielende Kinder und Hundebesitzer zu einer ernsten Gefahr. Anwohner, die zur Rücksichtnahme auffordern, werden bedroht. Erst im Juli wurden 2 Beamte des Ordnungsamtes schwer verletzt. Ebenso sollen Einsatzfahrzeuge nicht unerheblich beschädigt worden sein.

Besetztes Gelände

Wo man früher denkmalgeschützte Fassaden bestaunen konnte, verweisen jetzt Graffity-Schmierereien auf die Aachener Linksextremistenszene, die das Viertel „erobert“ zu haben glaubt. Ruhestörungen bis tief in die Nacht, Exzesse und Drogenhandel inklusive. Deren sogenannte „alternative Lebensform“ wird zur erheblichen Belastung für die schweigende bürgerliche Mehrheit im Viertel.

Versagen der Behörden

Bereits die Aachener Zeitungen, Euregio Presse und der belgische Rundfunk berichteten über den wachsenden Anwohnerprotest. Es ist ein Skandal, dass Anwohner nun erst genötigt werden an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Verwaltung „in den kommenden Wochen“ ein Konzept zur Besserung erstellen will. Hier wird – mal wieder – viel zu spät reagiert. Das Versagen der Behörden, die seit längerem über die Zustände informiert sind, ist offenkundig. Hier werden Aachener Bürger im Stich gelassen und die einstmals beschaulichen Grünflachen der Verwahrlosung überlassen.

Den Behörden auf die Finger schauen

Es ist wichtig, der Verwaltung nun genau auf die Finger zu schauen, damit die Zustände am Frankenberger Park schnellstmöglich beendet werden können. Die Situation verschreckt Besucher und ist besonders für Anwohner eine große Belastung. Auch im Hinblick auf Tourismus in Aachen ist hier dringend ein Einschreiten geboten. Daher habe ich mit der Allianz für Aachen eine Anfrage eingereicht, die nun genau in Erfahrung bringen soll, welche Versäumnisse vorliegen und welche Maßnahmen nun konkret getroffen werden. Wir bleiben an der Sache dran und haken so lange nach, bis eine Lösung gefunden ist! Weitere Anträge werden derzeit geprüft.

Kommentar

Vor einigen Tagen noch sagte mir ein befreundeter Anwohner:

„Nach dem Ostviertel sind wir jetzt dran. Ich befürchte, dass die Stadt über unser Stadtviertel die Kontrolle verliert. Ich gehe davon aus, dass man erst einmal gar nichts machen wird, denn schließlich steht der Winter vor der Tür und die Situation wird sich jahreszeitlich beruhigen.“

Da muss ich meinem Freund voll und ganz zustimmen. Deshalb werde ich mit meinem Ratskollegen Markus Mohr (AfD) Druck machen, um ein Lösungskonzept bis zum Frühjahr 2017 zu haben.

Hierbei ist mir besonders wichtig, dass der Park als innerstädtischer Erholungsraum weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann. Denn unsere Studenten, die friedlich den Ausgleich zum “Unistress“ in den frühen, warmen Abendstunden suchen, sollen nicht die Leidtragenden sein. Es kann nicht sein, dass wir uns mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder mit den gleichen Problemen befassen sollen.

Aussitzen geht gar nicht!

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